Persönlichkeitsentwicklung: sich verändern (7)

Rückschritte verkraften

Wir befinden uns in unserem persönlichen Veränderungsprojekt. Im Vorangegangenen Text hatten wir besprochen, wie man die Lücke füllen kann zwischen unserem tatsächlichen und dem gewünschten Verhalten. Dieses Mal schauen wir auf die Rückfälle, die uns passieren können. Und wieder blicken wir gleichzeitig auf die Jahreszeit, um uns an die ständigen Veränderungen in der Natur zu erinnern.

Der Sommer ist da, im Urlaub war es schön. Wir stecken voller Kraft und haben das neue Verhalten ausprobiert. Jetzt stellen wir aber fest: Es geht nicht voran oder wir gehen sogar rückwärts. Da könnte man sich ganz niedergeschlagen fühlen. Aber Veränderungen laufen bei Menschen eher chaotisch, nicht unbedingt linear: zwei Schritte vor einer zurück und danach vielleicht im Kreis. Welche Möglichkeiten haben wir, Rückschritte zu überwinden?

sich Hilfe holen

 

Man kann sich selber einschätzen danach, was man gut kann und was einem nicht so gut gelingt. Oder: Was weiß ich und was nicht? Daraus folgt, dass wir uns möglicherweise Hilfe holen müssen. Man kann nicht alles wissen und nicht immer alles alleine bewältigen. Vielleicht brauchen Sie dafür Mut zur Verletzlichkeit? „Ich schaffe es nicht alleine.“ Aber wo steht geschrieben, dass man immer alles alleine bewältigen können muss?

 

sich selber loben

Wie wäre es mit einem Sommerflirt? Stellen Sie sich vor, Sie sind verliebt in sich selber. (Damit meine ich nicht Narzissmus oder Egoismus.) Sie sind voller Zuversicht, Vertrauen und voll mit einem großen JA, wenn es um die eigene Person geht. Loben Sie sich selber, auch für kleine Erfolge, feiern Sie sich, sein Sie stolz.

 

 

Entwicklungs-möglichkeiten

Pflegen Sie eine positive Sicht auf den Prozess der Wandlung. Glauben Sie an sich und bleiben Sie bei einem bejahenden Blick auf Ihren Wandel, auf die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten. Das bedeutet, Neues auszuprobieren und an die Möglichkeit glauben, das Problem durch die eigene Entwicklung zu überwinden.

 

 

 

freundliche Disziplin

Sie haben einen Rückschritt zu verkraften? Nicht gleich aufgeben, sondern eine freundliche Disziplin pflegen. Scheitern ist menschlich, Fehler ebenso, also probieren wir es noch einmal. Denken Sie an Bambus; der biegt sich stark im Wind, passt sich den Gegebenheiten an, um sich danach wieder aufzurichten. Für uns gilt entsprechend: Es hat nicht geklappt, also nochmal von vorne.

 

 

 

mit Geduld

Der Sommer bietet viele Möglichkeiten, das Leben zu genießen – oder aber uns abzulenken: Eiscreme essen, baden gehen, im Biergarten sitzen, open Air Festivals erleben, den Garten/Balkon genießen… Aber wir sind im Veränderungsprozess. Dafür ist es wichtig, viel Geduld mit sich und dem Leben mitzubringen. Vielleicht ist es auch passender, kleine Schritte zu machen, um den Veränderungsprozess voran zu bringen.

 

 

 

Rückschritte, Selbstzweifel oder Stillstand gehören zum Veränderungsprozess. Das alte Verhalten ist bekannt und vertraut, das neue noch nicht. Wir brauchen Vertrauen in uns, manchmal auch das Vertrauen in eine höhere Intelligenz. Wie sagte Oscar Wilde: Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.

Dr. Beate Klutmann

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