Persönlichkeitsentwicklung: sich verändern (2)

neue Wege gehen

Abschied vom Alten

Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern, wissen aber, dass es nicht so einfach ist. Im ersten Text (Sich verändern (1)) wurde ausgeführt, dass es eine gute Vorbereitung braucht. Es verhält sich wie bei den Jahreszeiten, es verändert sich kontinuierlich etwas und im Winter wird die Umgestaltung fürs neue Jahr angelegt.

Der Winter geht zu Ende

Der Winter ist eine Ruhephase, Kräfte werden gebündelt, damit im Frühjahr etwas Neues entstehen kann. Starten wir mit Ihrem Wunsch, etwas Neues entstehen zu lassen. Sie sind irgendwie unzufrieden und wollen, dass sich etwas verändert. Blicken wir auf drei Beispiele:

  1. Sie brauchen ein anderes Gesundheitsverhalten.
  2. Sie wünschen sich ein herzliches Verhältnis zu Ihren Mitarbeitern / Kollegen.
  3. Sie wollen sich in Gesprächen stärker zeigen oder besser durchsetzen.
der Winter geht zu Ende
Winterende

Das entsprechende Verhalten und die dazugehörigen Denkmuster könnten so aussehen:

  1. Sie knabbern zwischen den Mahlzeiten Süßes und denken: „Das brauche ich jetzt, ich habe es mir verdient.“
  2. Sie haben Wichtiges zu tun und Small-Talk interessiert Sie nicht. „Ich habe keine Zeit für Schwätzchen.“
  3. In Gesprächen sind Sie zurückhaltend und agieren sehr vorsichtig. „Die anderen wissen und können viel mehr als ich.“

Kurzum: Sie hatten es bisher bequem, oder Sie bekamen Bestätigung, haben sich sicher und entspannt gefühlt, Sie sind Ihren Interessen nachgegangen. Ihr altes Verhalten war lange nützlich. Welches Verhalten und welche Gedanken sind es bei Ihnen? Wovon möchten Sie sich verabschieden?

Das Denkmuster, das Verhalten und all das, wo wir immer wieder hinschauen (also Energie hinsenden) darf gehen, damit Raum für Neues entsteht.

Bald ist Frühling

Der Frühling bereitet sich vor, der Wind schüttelt die alten Blätter von den Bäumen, dafür braucht es Stürme. Statt vertrockneter Blätter geht es bei uns um Verhalten oder Denkweisen, die wir nicht mehr benötigen.

Mit welchem Sturm kann man das Verhalten loslassen? Es nimmt man als erstes wahr und würdigt es. Denn es war lange nützlich. Bedanken Sie sich bei sich selber. Sie haben es sich gut gehen lassen, Sie waren nett zu sich oder waren auf etwas anderes konzentriert. Prima, es hat (kurz) Zufriedenheit gebracht, Sicherheit, Bestätigung oder etwas anderes wertvolles.

Das alte Verhalten wird nicht verdammt, denn wenn Sie sich selber kritisieren, wird alles noch schwerer. Wir ändern uns nicht, wenn wir denken, wir sind verkehrt. Also bedanken Sie sich bei Ihrem jetzigen Verhalten und lassen es gehen.

Die Dämonen des Winters vertreiben

Dämonen gegen den Winter
Den Winter vertreiben

Das kann mit einem Ritual geschehen: Sie schreiben auf, von welchem Verhalten und welchem Denken Sie sich verabschieden wollen, schreiben dazu, wie nützlich es war. Das Blatt können Sie anschließend verbrennen oder in 1000 Stückchen zerreißen. Das alte Denken wird nicht mehr durch Wiederholungen vertieft, sondern darf wie die verdorrten Blätter davon fliegen. Wenn wir aufhören etwas kontrollieren zu wollen, dann gibt das Raum für Veränderung.

Altes verbrennen
Weg mit dem Alten

Loslassen heißt, die alte Geschichte aus dem Kopf zu bekommen. Also schicken wir unsere Aufmerksamkeit in den Körper. Mit Bewegung oder bewusstem Atmen kommt Ihre Energie stärker in den Körper und Sie können die alten Gedanken freigeben. Wie wäre es mit einem Spaziergang?

Beim nächsten Mal bringen wir den Frühling weiter voran: Wir werden auf das neue Verhalten und die neuen Ziele schauen, die dann das Alte ersetzen.

 

Dr. Beate Klutmann

 

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